Die vier Labs

 

Das kulturelle Erbe ist ein wesentlicher Faktor für den Zusammenhalt der europäischen Staaten und der Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Identität. Dementsprechend ist die Bewahrung des kulturellen Erbes, aber auch dessen Dokumentation, Interpretation und Verwaltung, ein wichtiges gemeinsames Anliegen. Die Forschung auf diesem extrem transdisziplinären Gebiet hat eine lange Tradition, ist aber auch stark fragmentiert mit der Gefahr von Doppelung und Isolation kleiner Forschergruppen. In E‑RIHS werden diese Ansätze gebündelt und aufbauend auf vier Säulen auf europäischer Ebene vernetzt.

FIXLAB

Zugang zum europaweiten Netzwerk stationärer Analyseverfahren zur Kulturerbeforschung

MOLAB

Zugriff auf mobile Instrumente zur In-situ-Diagnostik

ARCHLAB

Zugang zu Archiven deutscher Museen und Institutionen der Kulturerbeforschung

DIGILAB

Zugriff auf digitalisierte Archive und Objekte

In der Betriebsphase ab 2021 stellen die National Hubs ihre nationale Infrastruktur für E‑RIHS zur Verfügung: Stationäre und mobile Labore von anerkannter Qualität, physisch zugängliche Sammlungen und Archive sowie virtuelle Kulturgüter-Daten. Der Zugriff erfolgt über vier sogenannte Labs: FixLab (stationäre Labore), MoLab (mobile Labore), ArchLab (Sammlungen und Archive) und DigiLab (digitalisierte Archive und Objekte). FixLab, MoLab und ArchLab bauen auf ihre Vorgänger in Projekten wie IPERION CH auf.

In E‑RIHS entwickeln sich die Labs von einem lockeren Netzwerk zu einer distribuierten Struktur mit einer zentralisierten Verwaltung: Labore geben Laborzeit an die Zentrale, die sie an die Benutzer vermittelt. Damit stärken die renommierten Labore die “E‑RIHS”-Marke und profitieren zugleich von ihr. E‑RIHS erweitert die drei Labs um das DigiLab für virtuelle Daten. Es erschließt außerdem neue Communities wie die Archäologie und wird umfassende Unterstützung, Beratung und Schulungen für Labore und Benutzer bieten.