Die Erhaltung des kulturellen Erbes in Europa ist eine riesige Herausforderung für die Wissenschaft und besonders auch für die europäische Gesellschaft, birgt doch Europa einen unvergleichlich großen Schatz an kulturellen Reichtümern.

In Weiterführung des erfolgreichen Infrastrukturprogrammes IPERION CH unterstützt das europaweite E‑RIHS-Netzwerk (European Research Infrastructure for Heritage Science) die Erforschung des Kulturerbes durch eine professionelle Dokumentation und Bewahrung sowie durch innovatives Datenmanagement.

Als Bestandteil der ESFRI-Roadmap, des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen, verfolgt E‑RIHS die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit europäischer Einrichtungen von Weltrang und vereinigt renommierte Forschungseinrichtungen und Kulturinstitutionen aus ganz Europa. In der Vorbereitungsphase (Preparatory Phase) wird E‑RIHS derzeit von 15 Mitgliedstaaten und Israel unterstützt.

E‑RIHS wird seinen Benutzern Zugriff auf stationäre und mobile Labore von anerkannter Qualität, physisch zugängliche Sammlungen und Archive sowie auf virtuelle Kulturgüter-Daten ermöglichen.

FIXLAB

Zugang
zu Großanlagen und modernsten Laboren

MOLAB

Zugriff
auf mobile Instrumente zur In-situ-Diagnostik

ARCHLAB

Zugang
zu Archiven und Sammlungen

DIGILAB

Zugriff
auf digitalisierte
Archive und Objekte

Nach dem Ende der Vorbereitungsphase im Januar 2020 soll E‑RIHS ab 2021 als ein verstetigtes europäisches Forschungsinfrastrukturnetzwerk in Betrieb gehen. Dann treten neben der E‑RIHS-Zentrale in Florenz auch die National Hubs der beteiligten Länder in Aktion, die ihre nationalen Infrastrukturen in den vier Labs zur Verfügung stellen. 

Mit diesen vier Labs wird E‑RIHS einen großen Beitrag zum Schutz des kulturellen Erbes in Europa leisten. Damit steht E‑RIHS sinnbildlich für das europäische Ideal einer fortschrittlichen und multilateralen Zusammenarbeit: Es fördert den transdisziplinären Austausch von Wissen und Erfahrungen und bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedensten geistes- und naturwissenschaftlichen Fächern zusammen.